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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 25. April 2010 um 22:03 Uhr

Leistungen Pflegeversicherung 2012

Finanzielle Leistungen der Pflegeversicherung sind ab 2012 in folgender Höhe möglich:

HÄUSLICHE PFLEGE (Monatliche Leistungen)

Pflegesachleistungen:


Pflegestufe 1

450,-

Pflegestufe 2

1.100,-

Pflegestufe 3

1.550,-

Pflegegeld:


Pflegestufe 1

235,-

Pflegestufe 2

440,-

Pflegestufe 3

700,-

Alle Angaben in €

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PFLEGEVERTRETUNG (Pflegeaufwendungen für bis zu 4 Wochen im Kalenderjahr)

Pflegestufe 1


durch nahe Angehörige

235,-

durch Pflegedienst

1.550,-

Pflegestufe 2


durch nahe Angehörige

440,-

durch Pflegedienst

1.550,-

Pflegestufe 3


durch nahe Angehörige

700,-

durch Pflegedienst

1.550,-

Alle Angaben in € / Auf Nachweis werden den nahen Angehörigen notwendige Aufwendungen (Verdienstausfall, Fahrtkosten usw.) bis zum Höchstbetrag für Pflegedienste erstattet.

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ZUSÄTZLICHE BETREUUNGSLEISTUNGEN (bei eingeschränkter Alltagskompetenz / Pflegestufe 0)

Abhängig von der persönlichen Pflegesituation auf der Grundlage der dauerhaften und regelmäßigen Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen beträgt der Leistungsbetrag maximal 200,- € im Monat, also höchstens 2.400,- € jährlich.

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KURZZEITPFLEGE (Pflegeaufwendungen bis zu folgenden Höchstbeträgen pro Jahr)

Pflegestufe 1

1.550,-

Pflegestufe 2

1.550,-

Pflegestufe 3

1.550,-

Alle Angaben in €

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TEILSTATIONÄRE TAGES- UND NACHTPFLEGE (Monatliche Pflegeaufwendungen)

Pflegestufe 1

450,-

Pflegestufe 2

1.100,-

Pflegestufe 3

1.550,-

Pflegestufe 3+

1.918,-

Alle Angaben in €

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VOLLSTATIONÄRE PFLEGE (Monatliche Pflegeaufwendungen)

Pflegestufe 1

1.023,-

Pflegestufe 2

1.279,-

Pflegestufe 3

1.550,-

Pflegestufe 3+

1.918,-

Alle Angaben in €

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PFLEGE IN VOLLSTATIONÄREN EINRICHTUNGEN DER HILFE FÜR BEHINDERTE MENSCHEN

Es werden Pflegeaufwendungen in Höhe von 10 % des Heimentgelts, höchstens 256,- € monatlich gewährt.

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HILFSMITTEL, die zum Verbrauch bestimmt sind

Es werden höchstens Aufwendungen von 31,- € monatlich bezahlt.

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TECHNISCHE HILFSMITTEL

Es werden Aufwendungen in Höhe von 90 % der Kosten, unter Berücksichtigung von höchstens 25,- € Eigenbeteiligung je Hilfsmittel erstattet.

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WOHNUMFELD (Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes)

Es sind Maßnahmen in Höhe von bis zu 2.557,- € je Maßnahme, unter Berücksichtigung einer angemessenen Eigenbeteiligung erstattungsfähig.

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ZAHLUNG VON RENTENVERSICHERUNGSBEITRÄGEN für Pflegepersonen

Bei wenigstens 14 Stunden Pflegetätigkeit pro Woche, wenn die Pflegeperson keiner Beschäftigung über 30 Stunden nachgeht und sie noch keine Vollrente wegen Alters bezieht, werden je nach Umfang der Pflegetätigkeit folgende Zuschüsse gewährt:


Erstattung

im Beitrittsgebiet

Pflegestufe 1

132,-

111,-

Pflegestufe 2

264,-

223,-

Pflegestufe 3

396,-

334,-

Pflegevertretung (Ersatzpflege / Verhinderungspflege)

(§ 39 SGB XI)

Leistungen 2012

Eine Pflegevertretung oder auch Ersatzpflege bzw. Verhinderungspflege genannt, ist die Pflege durch eine andere als die normalerweise tätige Pflegeperson, wenn diese aufgrund von Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen (z.B. Arzttermin, Familienfeier) verhindert ist. Sie wird auch anerkannt, wenn z.B.:

  • die Wohnung des Pflegebedürftigen renoviert werden muss
  • Familienmitglieder bei der Ernte eingebunden sind
  • Zeit überbrückt werden muss, bis ein Heimplatz gefunden ist.

Die Liste der in Frage kommenden Verhinderungsgründe ist nicht definiert, sie lässt sich daher beliebig erweitern.

Wie lange ist eine Ersatzpflege möglich?

Die mögliche Dauer einer Pflegevertretung beträgt max. 28 Tage pro Jahr. Sie kann für den kompletten Zeitraum, wochenweise, tageweise oder stundenweise und vor allem kurzfristig erfolgen.

In der Regel wird die Leistung durch einen ambulanten Pflegedienst erbracht.

Tipp: Wenn Sie für weniger als 8 Stunden pro Tag (!) Ersatzpflege in Anspruch nehmen, erfolgt:

  • keine Anrechnung an die Höchstdauer von 28 Tagen im Kalenderjahr und
  • das Pflegegeld wird nicht gekürzt!

Hier erfolgt ausschließlich eine Anrechnung auf den Höchstbetrag von       1.550,- €.

Voraussetzungen zur Inanspruchnahme einer Pflegevertretung:

  • Bei erstmaligem Anspruch muss die Pflegeperson den Pflegebedürftigen bereits mindestens 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt haben (Vorauspflege).
    Den Beginn der Pflege in häuslicher Umgebung (
    tatsächlicher Pflegestartzeitpunkt) setzen die meisten Pflegekassen mit der Einstufung in der Pflegeversicherung gleich. Bei der Erstbegutachtung durch den MDK ist es daher empfehlenswert auf den Beginn der Pflegebedürftigkeit hinzuweisen, auch wenn dieser schon Monate zurückliegt. Somit besteht der Anspruch auf Ersatzpflege schon deutlich eher.
  • Erfüllung der Vorversicherungszeit, Feststellung der Pflegebedürftigkeit und Beantragung der Pflegeleistung bei der Pflegekasse.
  • Wird die Verhinderungspflege/Ersatzpflege ein weiteres Mal beantragt, ist keine Vorauspflege von 12 Monaten erforderlich.

Achtung! Wenn Sie ausschließlich von einem ambulanten Pflegedienst betreut werden, können Sie keine Ersatzpflege/Verhinderungspflege erhalten. Leistet jedoch der Pflegedienst bei Ihnen Pflegesachleistungen nur bis zum Höchstbetrag und ein Angehöriger ist zusätzlich an der Pflege beteiligt, besteht bei Ausfall dieser Pflegeperson Anspruch auf Ersatzpflege/Verhinderungspflege, unabhängig davon, ob Ihr Angehöriger Pflegegeld erhält oder nicht.

Kosten der Verhinderungspflege

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr (= Urlaubsvertretung). Während der Dauer der Verhinderungspflege erhalten Sie, mit Ausnahme des 1. und letzten Tages der Vertretung, kein Pflegegeld, jedoch weiterhin Pflegesachleistungen.

  • Die Kosten dürfen dabei 1.550,- € im Kalenderjahr nicht überschreiten (Höchstbetrag).
  • Handelt es sich bei der Ersatzpflegekraft um eine Person, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert ist oder in häuslicher Gemeinschaft mit ihm lebt, dürfen die Kosten den Betrag des jeweiligen Pflegegeldes, also 235,- € (Pflegestufe I), 440,- € (Pflegestufe II), 700,- € (Pflegestufe III), nicht überschreiten.
  • Wird die Verhinderungs- bzw. Ersatzpflege in einer stationären Einrichtung (z.B. Wohnheim für Behinderte, Kurzzeitpflege oder Pflegeheim) erbracht, übernimmt die Pflegekasse die pflegebedingten Kosten bis zu einer Höhe von 1.550,- € im Kalenderjahr.

Alle weiteren Kosten, z.B. für Unterkunft und Verpflegung sind vom Pflegebedürftigen selbst zu tragen.

Wer hilft weiter?

Die Pflegekassen bzw. das Sozialamt und alle Pflegedienstleister.

 


Folgendes muss aber beachtet werden.



1. Die Ersatzpflegekraft darf nicht

Verwandt Verschwägert oder ähnliches sein.

2. Die Ersatzpflegekraft darf nicht


mit im Haus oder in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen
(am besten so 5 km entfernt oder weiter.)

bei einigen Krankenkassen wie zum Beispiel die AOK kann man den Antrag Online anfordern.Antrag. Ansonsten einfach bei seiner Pflegekasse anrufen und das Formular anfordern.

Antrag auf Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. Januar 2012 um 14:25 Uhr